Menschenrechte


Slumbewohnerein im Nairobi

Vertriebenes Roma-Mädchen

Folteropfer in Libyen

Flüchtlingscamp im Süd-Sudan

Was sind Menschenrechte?

"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren." Am 10. Dezember 1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von den Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen verabschiedet. Sie umfasst 30 Artikel, in denen die Rechte eines jeden Menschen festgelegt sind.

Der erste Satz sichert jedem Menschen - weltweit und unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sozialer Anschauung, sexueller Orientierung und ethnischer und sozialer Herkunft - gleiche Rechte und Freiheiten zu. Menschenrechte sind angeboren, unveräußerlich, universell und unteilbar.

Dieses und weitere völkerrechtlich verbindliche Abkommen dienen Menschenrechtsorganisationen als Arbeitsbasis. Aktivistinnen und Aktivisten können sich auf deren Inhalte berufen, wenn sie von Regierungen den Schutz der Menschenrechte verlangen.

Denn Anspruch und Wirklichkeit stimmen oft nicht überein: Weltweit werden Menschenrechte schwer verletzt, aktuell in China, Darfur oder Mexiko, im Iran, in Guantánamo oder bei der Flüchtlingsabwehr an der Südgrenze der Europäischen Union. Auch 60 Jahre nach der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte muss die Gewährleistung dieser Rechte immer wieder neu eingefordert werden.

Alle 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte finden Sie hier.

Weitere internationale Abkommen und Konventionen

Neben der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hat die internationale Staatengemeinschaft eine Reihe weiterer Übereinkommen und Erklärungen zum Thema Menschenrechte verabschiedet, die jedoch nicht automatisch rechtsverbindlich sind.

Dazu zählen unter anderem:

  • die Erklärung über das Recht der Völker auf Frieden (1984)
  • die Antifolterkonvention (1984)
  • die Erklärung über das Recht auf Entwicklung (1986)
  • die Erklärung über den Schutz aller Personen vor zwangsweisem Verschwinden (1992)

Viele Länder haben die verabschiedenden Inhalte ganz oder teilweise in ihre Gesetzgebungen oder Verfassungen übernommen. Im Gegensatz zu Erklärungen sind Übereinkommen (Konventionen) rechtsverbindlich, sobald sie von den Vertragsstaaten ratifiziert wurden. Dann ist es Ziel des Kampfes für die Menschenrechte, möglichst viele Staaten zu bewegen, diesen Konventionen beizutreten.

Informationen zu den internationalen Übereinkommen zum Schutz der Menschenrechte und ihrem Ratifikations- und Zeichnungsstand finden Sie hier in einer pdf-Datei zum Download.