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Preisträger des. Menschenrechtspreises 2016: Rechtsanwalt Henri Tiphagne 
© Oliver Wolff


Menschenrechte sind unteilbar


People`s Watch Indien

500.000 Schüler, 5.000 Lehrer, 3.900 Schulen in 22 Staaten. People´s Watch setzt auf Bildung, um Menschenrechtsverletzungen zu stoppen. Dabei ist die Situation in Indien dramatisch: Verhaftete werden gefoltert, teilweise mit tödlichen Konsequenzen. Gründer und Leiter der Organisation ist der Anwalt Henri Tiphagne, Amnesty-Menschenrechtspreisträger 2016. Mit dem Menschenrechtspreis zeichnet die deutsche Amnesty-Sektion alle zwei Jahre Persönlichkeiten und Organisationen aus, die sich unter schwierigen Bedingungen für die Menschenrechte einsetzen. Ziel des Preises ist es, das Engagement dieser Menschen zu würdigen, sie zu unterstützen und ihre Arbeit in der deutschen Öffentlichkeit bekannter zu machen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert, die von der Stiftung Menschenrechte, Förderstiftung Amnesty bereitgestellt werden

Indien hat noch immer nicht die Antifolterkonvention der UN ratifiziert. Mit der Ratifizierung müsste Indien auf nationaler Ebene Mechanismen gegen Folter etablieren und Betroffene könnten besser gegen verbrecherische Staatsbedienstete vorgehen. People´s Watch vertritt Folterbetroffene vor Gericht, und bietet soziale und psychologische Rehabilitation.

Die Kritik an der Indischen Regierung durch People´s Watch bleibt nicht ohne Folgen. 2012 wird der Organisation erstmals die Lizenz entzogen Gelder aus dem Ausland zu erhalten. Drei Mail lässt die Regierung sogar die Konten von People´s Watch einfrieren: 540 Tage! 3 mal 180 Tage kein Geld. Aktuell muss Henri Tiphagne erneut um das Überleben seiner Organisation kämpfen: im Dezember 2016 wurden die Konten abermals eingefroren. Er klagte gegen die unbegründete Maßnahme - das Verfahren ist noch in der Schwebe. Eine Anhörung ist für Ende 2017 geplant.

Amnesty und die Stiftung Menschenrechte haben Henri Tiphagne zu einer Vortragsreise unter der Überschrift Folter bekämpfen, nicht ihre Kritiker eingeladen. Damit treten wir in den Dialog über Chancen zivilgesellschaftlichen Engagements in Indien und Möglichkeiten der Unterstützung.

Zivilgesellschaft in Gefahr

In Indien herrscht seit Jahrzehnten ein großes Misstrauen gegenüber „der Hand des Auslands“. Daher zerstört die indische Regierung systematisch die Finanzierung kritischer Organisationen durch ausländische Geldgeber: 2010 wurden die gesetzlichen Vorschriften weiter verschärft und Organisationen müssen seitdem alle fünf Jahre ihre Registrierung erneuern.

Laut einem 2014 geleakten Bericht des indischen Inlandsgeheimdienstes befürchtet die indische Regierung, dass NGOs Entwicklungsprojekte in Indien behindern. Regierungskritische Organisationen stehen also im Fokus. Sie möchten Henri Tiphagne unterstützen?

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