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Preisträger des. Menschenrechtspreises 2016: Rechtsanwalt Henri Tiphagne 
© Oliver Wolff


Menschenrechte sind unteilbar


Bildung für die Menschenrechte


Veranstaltungsreihe mit dem Menschenrechtspreisträger Henri Tiphagne

Folter bekämpfen, nicht ihre Kritiker

Der Menschenrechtspreisträger Henri Tiphagne, Anwalt, Gründer und Leiter der Organisation People´s Watch spricht in fünf Städten über Folter, Kastendiskriminierung, Verfolgung und Menschenrechtsbildung in Indien.

Datum Zeit Ort Veranstaltungsort
2.11.2017 19.30 Hamburg Handwerkskammer Hamburg
Holstenwall 12, 20355 Hamburg
6.11.2017 19.30 Berlin Magnus-Haus
Am Kupfergraben 7, 10117 Berlin
7.11.2017 19.30 Köln Industrie- und Handelskammer Köln
Unter Sachsenhausen 10-26
50667 Köln
8.11.2017 19.30 München Seidlvilla
Nikolaiplatz 1b, 80802 München
9.11.2017 19.30 Frankfurt/Main Haus am Dom
Domplatz 3, 60311 Frankfurt/Main
Im Anschluss an die öffentliche Veranstaltung jeweils Fortsetzung des Gesprächs in lockerer Runde.

500.000 Schüler, 5.000 Lehrer, 3.900 Schulen in 22 Staaten. People´s Watch setzt auf Bildung, um Menschenrechtsverletzungen zu stoppen. Dabei ist die Situation in Indien dramatisch: Verhaftete werden gefoltert, teilweise mit tödlichen Konsequenzen.

Indien hat noch immer nicht die Antifolterkonvention der UN ratifiziert. Mit der Ratifizierung müsste Indien auf nationaler Ebene Mechanismen gegen Folter etablieren und Betroffene könnten besser gegen verbrecherische Staatsbedienstete vorgehen. People´s Watch vertritt Folterbetroffene vor Gericht, und bietet soziale und psychologische Rehabilitation.

Die Kritik an der Indischen Regierung durch People´s Watch bleibt nicht ohne Folgen. 2012 wird der Organisation erstmals die Lizenz entzogen Gelder aus dem Ausland zu erhalten. Drei Mail lässt die Regierung sogar die Konten von People´s Watch einfrieren: 540 Tage! 3 mal 180 Tage kein Geld. Aktuell muss Henri Tiphagne erneut um das Überleben seiner Organisation kämpfen: im Dezember 2016 wurden die Konten abermals eingefroren. Er klagte gegen die unbegründete Maßnahme - das Verfahren ist noch in der Schwebe. Eine Anhörung ist für Ende 2017 geplant.

Amnesty und die Stiftung Menschenrechte haben Henri Tiphagne zu einer Vortragsreise unter der Überschrift Folter bekämpfen, nicht ihre Kritiker eingeladen. Damit treten wir in den Dialog über Chancen zivilgesellschaftlichen Engagements in Indien und Möglichkeiten der Unterstützung.

Zivilgesellschaft in Gefahr

In Indien herrscht seit Jahrzehnten ein großes Misstrauen gegenüber „der Hand des Auslands“. Daher zerstört die indische Regierung systematisch die Finanzierung kritischer Organisationen durch ausländische Geldgeber: 2010 wurden die gesetzlichen Vorschriften weiter verschärft und Organisationen müssen seitdem alle fünf Jahre ihre Registrierung erneuern.

Laut einem 2014 geleakten Bericht des indischen Inlandsgeheimdienstes befürchtet die indische Regierung, dass NGOs Entwicklungsprojekte in Indien behindern. Regierungskritische Organisationen stehen also im Fokus.

Eine Veranstaltungsreihe der Stiftung Menschenrechte und Amnesty International.

Sie möchten Henri Tiphagne unterstützen?

Henri Tiphagne ist vom 31. Oktober bis zum 12. November 2017 in Deutschland. In dieser Zeit sind verschiedene Gespräche mit möglichen Unterstützerinnen und Unterstützern geplant. Gerne vereinbaren wir mit Ihnen einen persönlichen Termin, bitte geben Sie uns ein entsprechendes Signal.

Oder spenden Sie für die Stiftung Menschenrechte.

Rückmeldung bitte an die Stiftung Menschenrechte:
per fax 030 / 420 248 – 321
Per Telefon: Henning Strodthoff, 030 / 420 248 349
per E-Mail: henning.strodthoff@stiftung-menschenrechte.de
per Post: Stiftung Menschenrechte, Henning Strodthoff, Zinnowitzer Straße 8, 10115 Berlin